
Bei nicht wenigen Studierenden taucht nach dem Studienabschluss (Lizentiat, Master) die Frage auf, ob ein Doktorat eine sinnvolle Weiterbildung sein könnte. Diese Option eröffnet sich, wenn die Abschlussnote im Hauptfach die für eine Dissertation geforderte Limite erreicht. Diese Limite wird durch die zuständige Fakultät definiert (vgl. Fakultätsreglement).
Der Stellenwert eines Doktorats wird je nach Studienfach und Fakultät unterschiedlich beurteilt. An der medizinischen Fakultät schliesst der grösste Teil der Studierenden mit dem Doktorat ab, der Doktortitel ist Teil der beruflichen Identität und wird von den PatientInnen auch so wahrgenommen. An der naturwissenschaftlichen Fakultät schreibt immerhin noch ein gutes Drittel der AbsolventInnen eine Dissertation, währenddessen an den übrigen Fakultäten der Anteil der Doktorierenden deutlich kleiner ist.
Ebenso unterschiedlich wie der Stellenwert des Doktorats an den verschiedenen Fakultäten sind die Arbeitsbedingungen der einzelnen DoktorandInnen. Sowohl der zeitliche Aufwand als auch die Betreuungssituation gestalten sich individuell in Abhängigkeit vom Dissertationsthema, der Betreuungsperson sowie den ökonomischen und sozialen Arbeitsbedingungen.
Aus dieser Vielfalt von Kriterien ergibt sich eine komplexe individuelle Ausgangssituation. Es ist daher wichtig, sich für den Entscheidungsprozess genügend Zeit zu nehmen, müssen doch viele Aspekte gegeneinander abgewogen werden.